PFINGSTFEST

 

Allen Gemeindemitgliedern und Ihren Familien sowie allen Gästen unserer Pfarrei wünschen wir ein gesegnetes Pfingstfest!

 

Ihre Resurrektionisten

 

P. Markus CR, P. Georg CR und P. Piotr CR

mit Pastoralreferent Günther Höfner

 

 

 

Komm, Heiliger Geist, Du Vater der Armen, Du Spender der Gnaden, Du Licht der Herzen, Du bester Tröster, Du lieber Gast der Seele, Du sanfte Ruhe!

Innig bete ich zu Dir: Reinige, erfrische und heilige meine Seele. Verleihe mir Deine Gnade, reiche Tugend, ein frommes Leben, ein heiliges Sterben und die ewige Freude des Himmels.

Voll Vertrauen bitte ich Dich inständig: Schenke mir immer mehr Dein Licht und entzünde mich mit Deiner Liebe.

Gott Heiliger Geist, den ich so oft betrübt und zurückgewiesen habe, offenbare mir Deine Persönlichkeit, Deine Gegenwart, Deine Macht. Schenke mir die Gabe der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes.

Gieße aus Deine Liebe in mein Herz. Gib mir einen Strahl Deines heiligen Lichtes, einen Funken Deines heiligen Feuers. Lasse mich ganz in Deiner göttlichen Liebe versinken, damit in mir alle Makel der Sünde ausgelöscht werden. Ziere mich mit Deinen 12 Früchten und lasse mich in Dir leben und sterben und ewig glücklich werden. Amen.


 

Pfingsten ist das Geburtsfest der Kirche, an dem sie sich besonders an ihre allumfassende Sendung erinnert.

 

Der Auftrag lautet: ‚Geht hinaus in alle Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!‘ (Mk 16,15)  und bezieht sich auf die ganze Welt.

 

Jesu Liebesgebot schließt alle Dimensionen des Daseins ein, alle Menschen, alle Milieus und alle Völker.‘ Dabei ist zu beachten, dass der Glaube nicht in die Grenzen des Verständnisses und der Ausdrucksweise einer besonderen Kultur eingeschlossen werden kann. 

Der Missionsauftrag richtet sich nicht an einige Wenige, wir alle sind  gesandt und berufen, an die Ränder zu gehen, an die Grenzen der menschlichen Existenz, gesandt aber auch, Grenzen zu überwinden, Grenzen der Sprache, der Nationalitäten, der Kulturen, der Milieus …, Grenzen, die uns einengen oder andere ausschließen.

 

Papst Franziskus schreibt: „Jeder Christ ist in dem Maß Missionar, in dem er der Liebe Gottes in Jesus Christus begegnet ist“

„der erste Beweggrund, das Evangelium zu verkünden, ist die Liebe Jesu, die wir empfangen haben“ und er weist darauf hin, dass in allen Getauften die Kraft des Geistes wirkt, die zur Evangelisierung drängt. 

 

In der Apostelgeschichte wird die Rolle des Heiligen Geistes am Anfang der Kirche eindrücklich beschrieben. „Zu Pfingsten ließ der Heilige Geist die Apostel aus sich selbst herausgehen und verwandelte sie in Verkünder der Großtaten Gottes, die ein jeder in seiner Sprache zu verstehen begann.“

 

 Damit begann sich die Verheißung Jesu zu verwirklichen: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.“ (Apg 1,8) 

 

Im Verständnis von Papst Franziskus bedeutet „Kirche sein … Volk Gottes sein, in Übereinstimmung mit dem großen Plan der Liebe des Vaters… Es bedeutet, das Heil Gottes in dieser unserer Welt zu verkünden“ (EG 114) , denn „der himmlische Vater will, dass alle Menschen gerettet werden, und sein Heilsplan … besteht [darin], alles, was im Himmel und auf Erden ist, unter einem einzigen Herrn, nämlich Christus, zu vereinen .“  „Das Evangelium ist ein Sauerteig, der die gesamte Masse fermentiert, und eine Stadt, die hoch auf dem Berg erstrahlt und allen Völkern Licht bringt.

 

Das Evangelium besitzt ein ihm innewohnendes Kriterium der Vollständigkeit: Es hört nicht auf, Frohe Botschaft zu sein, solange es nicht  allen verkündet ist, solange es nicht alle Dimensionen des Menschen befruchtet und heilt und solange es nicht alle Menschen beim Mahl des Gottesreiches vereint.“ (EG 237)

 

Die Kirche übermittelt uns das Evangelium und sendet uns, es zu verkünden vgl. EG 237. Möge der Heilige Geist an diesem Pfingstfest in jedem Christen die Gnade der Berufung der  Kirche erneuern, bei der Verkündigung des Evangeliums Grenzen zu überwinden.

 

(Renovabis -  Impuls aus dem Pfingstnoveneheft)

"DEM HIMMEL NAH"

  31. 08. - 05. 09. 2015